Postkarten zur Jahreslosung 2010 mit Auslegung

Jesus Christus spricht: 
Euer Herz erschrecke nicht! 
Glaubt an Gott und glaubt an mich! 

Johannes 14,1 

Jahreslosung 2010

Beschreibung zur Gestaltung der Jahreslosung 2010 von Sylvia Naumann 

Völlig entgegen meinen vorläufigen Skizzen, die viel Freude und Trost ausdrückten, wirft sich das Entsetzen dem Betrachter nun förmlich entgegen. Der treue Jude, der Kämpfer für Gott und zugleich Christenhasser Paulus stürzt vom Pferd und begegnet dem, den er verfolgt: Jesus Christus (Apg.9) Das blanke Entsetzen steht ihm im Gesicht geschrieben. Zweimal wehrt seine rechte Hand gegen das Licht (Abwehr und Ablehnung)  Warum diese Situation für Joh 14,1 ???  Da heißt es doch: “Euer Herz erschrecke nicht!
Erschrecknis, Aufregung, Verwirrung-; in vielen verschiedenen Varianten greift sie nach uns. Kann sie von Jesus ausgehen? Ist er nicht unser Friede?   Das Erschrecken bei Paulus hat neben dem Unfallsturz vom Pferd, dem hellen Licht, wohl vor allem seinen Grund in der Erkenntnis: Alles bisherige Eifern war total falsch. Es gibt Erschrecknis, die heilsam ist...und mancher muß von seinem hohen Roß runter.  Das war nicht nur bei Paulus so...auch Petrus hat es getroffen (Wortbruch nach Treuespruch). Paulus hat ein Bild unter seinem linken Arm klemmen, das beim Sturz zersplittert: es kann das Bild sein, dass er sich von Gott gemacht hatte...oder das Bild, dass er von sich selbst hatte; sein Stolz, sein Zertifikat. Er sagt später: “ Das, was mir Gewinn war, ist nun für mich wertloser Dreck, ja eigentlich Grund zur Scham.” (Phil.3,7) 

Kann es sein, dass Jesus uns auch solche Erschrecknis zumutet? Uns vom hohen Roß runterholt, unsere Vorstellungen über Gott und uns selbst und vielleicht auch über die Wertigkeit unserer Mitmenschen (*es kann auch die Liste der Todgeweihten symbolisieren) in die Brüche gehen lässt?   Und dennoch will er, trotz aller Erschütterungen unseres Lebens, nicht unser Vergehen in Verzagtheit und Verwirrung, sondern Halt, Trost, Frieden, Klarheit und Unerschrockenheit. 

Glaubt an Gott und glaubt an mich! - Im Gegensatz zu dem unstetem Leben (Pferd) steht hier ein überdimensionales Haus als Einladung Jesu: bei ihm dürfen wir zu Hause sein, wo immer wir uns befinden. Aus dem Fenster strahlt ein Lichtweg Paulus an. In diesem Licht liegt eigentlich liebevolles Heimsuchen (Herz). Und Paulus streckt sich dann danach aus (rechte Hand).

Das Fenster ist gestaltet aus Kreuz und Gesetzestafeln. Paulus glaubte bisher nur an JHWH, an den lebendigen Gott. Er hatte jüdische Theologie studiert und kannte sich im Gesetz blendend aus. Plötzlich öffneten sich für ihn “diese Fensterläden” und gaben den Blick auf das Kreuz frei. Es erstrahlte für Ihn plötzlich dahinter das Licht der ewigen Heimat auf (auch Joh 14,2ff)  
Er erkannte die Bedeutung des Kreuzes Jesu (1.Korinther 1, 18 ff/ Römer )- Gesetz und Evangelium.  
Der Glaube an Jesus erfüllt die Forderung des Glaubens an Gott in einer wunderbaren Weise. Das Licht im Haus ist ein Bild für Gottes lebendige Gegenwart (Ich meine Gott als den Vater und Jesus den Sohn - völlig eins und den Heiligen Geist.) Er ist weit mehr, als Kreuz und Gesetzestafeln. (Sie sind sein Fenster zu uns- oder sollte es besser eine Tür sein ?>>>>>>Bilder sind so begrenzt !) 

Dies überdimensionale Haus ist Bild der Geborgenheit durch die lebendige Gegenwart Gottes. Die ist für Paulus später Grund völliger Unerschrockenheit. Er vermag nun alles, durch den, der ihn mächtig macht, Christus. Ob es nun Schläge sind, Gefangenschaft, Stürme, Todesgefahren aller Art, Geringschätzung seiner Person, hungrig oder satt sein, Freude, Wunder, Heilungen, Erweckung und frohmachender Gemeindebau.
Glauben an Gott und an Jesus Christus überwindet Erschrecken und Verwirrung, weil Jesus der Weg ist zu Gott, die Wahrheit und Leben, das unseren irdischen Horizont weit übertrifft. 

In diesem Sinne ein zuversichtliches Jahr 2010 im Leben aus der Wahrheit > auf dem  richtigen Weg >unerschrocken im Haus Gottes ein ewiges Leben lang. Wir wünschen von Herzen, dass Jesus Sie segnet. 


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