Postkarten zur Jahreslosung 2011 mit Auslegung

Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Römer 12,21

Jahreslosung 2011

Beschreibung zur Gestaltung der Jahreslosung 2011 von Sylvia Naumann

Die Jahreslosung 2011 steht im 12. Kap. d. Römerbriefes gewissermaßen als zusammenfassenderVers für viele Ermutigungen / Ermahnungen. Sie sind an Christen gerichtet und erinnern daran, dass das alltägliche Leben und alles menschliche Miteinander Gottesdienst ist. Unsere Gestaltung zur Jahreslosung hat Patchworkcharakter. Sie hat 2 Hauptteile.

Die untere Hälfte des Bildes betrifft den inneren Menschen, das Herz, den Willen, den Kern der Person. Die obere Hälfte gilt dem Wirkungskreis der Person, dem Leben in der Welt.

Unten:

Mittig ist eine verschlossene Tür in einer Mauer (Teil eines Hauses). Es gibt ein drinnen und ein draußen.
Ein Türschild macht auf den Bewohner aufmerksam: Jesus (auch in
hebräischer,russischer, arabischer Sprache )und ”i.ch” >>>es ist meine/deine(?) Person unter der Herrschaft Jesu. Jesus in mir...nicht als Untermieter sondern als Herr, auch Retter, Vaterschaft Gottes, Bräutigam.

Vor der Tür brüllt ein Löwe, darüber ist ein trüber, gesenkter Blick; hinter der Tür ein Osterlamm und ein klarer erhobener Blick. Leitbild war mir dazu die Geschichte von Kain und Abel (Gen.4).

Gott warnte Kain: “Jahwe aber sprach zu Kain: Warum ist dir brennend heiß geworden, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt? Nicht wahr, wenn du gut handelst, ist Erheben; und wenn du nicht gut handelst, so lauert die Sünde vor der Tür und nach dir steht ihr Gieren. Du aber sollst über sie herrschen.” Gen 4,6-7 Umberto Cassuto, ein Jude, deutet das Erheben mit “Aufsehen ohne Scham und Scheu”....Der Text besagt demnach: ” Nicht wahr, Kain, du hast keinen Anlaß, den Kopf hängen zu lassen. Tue Gutes und du wirst auf deinen Füßen stehen in aufrechter Haltung. Doch wenn du dich weigerst, Gutes zu tun, und dich für die Sünde entscheidest, dann wir die Sünde zu einem lagernden Löwen. Sie will dich niederringen, so dass alles an dir Sünde wird. Doch noch bist du der Macht der Sünde nicht ausgeliefert, und wenn du nur das Verlangen danach hast, kannst du ihr widerstehen und sie überwältigen. Du bist frei von ihrem Einfluß. Du bist der Herr der Sünde.”

Hansjörg Bräumer weist dieser Auslegung entsprechend auf zwei Worte aus dem NT: Jakobus 4,7 und 1.Petrus 5,8-9
(Das erste Buch Mose, EVB O.Ekelmann Nachf.,Berlin, 1986. S 117)

Ich finde es echt bemerkenswert, dass Gott Kain dies gesagt hat. Hätte Kain echt über die Sünde herrschen können? Offenbar schon. Er hätte die finsteren Gedanken nicht zwangsläufig in die Tat umsetzen müssen. Paulus schreibt in Römer 7 von seinem Unvermögen im Ringen um das Gute und in Römer 8 vom Sieg in Christus. Das Zutrauen Gottes in seine Menschen, dass sie sich für das Gute entscheiden, steht vom Alten Testament her da und wird durch Jesus Christus vollendet. Wenn wir nun in Christus sind, so ist es nur logisch, dass Er unser Handeln prägen und unsere Gedanken zähmen, unsere Sinne zum Guten erneuern und lenken will.
Wir sind dabei nicht seine Marionetten. Wenn wir uns für die gute Reaktion entscheiden, scheiden wir uns von den üblen Varianten. Wir brauchen dabei Gottes Geist, Jesu Auferstehungskraft, Mut, die Gemeinschaft mit Christen, Beter, Seelsorge, Vergebung. OHNE JESUS können wir es nicht tun aber in IHM dürfen wir überwinden.

Im Textzusammenhang wird Feindesliebe angesprochen. Das ist nicht Kains; sondern eher Abels Situation. Auch wenn wir verletzt werden, lauert das Böse vor unserer Tür. Vergelten wir? Zahlen wir mit gleicher Münze heim? Verlangt das nicht der Gerechtigkeitssinn? Verstärken wir die Schraube nach unten? Oder setzen wir etwas Neues entgegen? Unser Blick ist ein gutes Barometer. Kann ich den anderen frei, erhobenen Blickes ansehen? Ein gesenkter Blick; kreisende, verletzte,.... bis hin zu rachsüchtigen Gedanken sind noch überwindbar. Hier setzt Gottes Warnen an. Hier findet ein innerer Kampf statt. Kann ich die Rache getrost Gott überlassen (Röm,12,19) und mich auf den Weg des Lammes einlassen? Es ist ein scheinbar ohnmächtiger Weg. Aber es ist der Weg des Osterlammes. Es hält die Siegesfahne hoch.
Es ist lt. Offenbarung allein würdig, die Siegel zu öffnen.
Jesus IST der Sieger. Er hat das Böse überwunden und es wird ganz unter seine Füße getreten. Bleibe ich bei Jesus, im Haus des Siegers, auf dem Weg des Lammes?

Jesus wird mich frei machen für das Gute...wenn ich bleibe...die Liebe treibt dann auch die Furcht aus....Ich kann den Blick frei erheben.

Oben:
Im oberen Bildteil ist eine Landschaft zu sehen. Eine Sonne, die ihr Licht aussendet über Gute und Böse. Die Taube darin ist ein Bild des Geistes Gottes der wirken will, an und in “Guten” und “Bösen” (alle sind erlösungsbedürftig). Die dunkle Seite ist schmal und wird nach oben hin verdrängt. Kain schlägt zu. Die Wolken sind z.T. rosa: Manches Böse wird rosarot eingefärbt in unserer Zeit (Homosexualität, Gender-Mainstream, Humanismus...) und es schlägt zu. Vielleicht erscheint das Dunkel unrealistisch schmal...aber Gottes Reich ist größer, als es scheint. An der Front zur Finsternis sind zeichenhaft Bilder gemalt: Ein Kopf mit viel Ohr, Auge und wenig Mund ...
Die Ermutigung: viel Hören, wahres Hinsehen, wenig reden: >>>Jakobus 1,19; Römer 12,16 c; Matth.7,3ff;
Ein Mund der segnet und nicht flucht: Röm. 12,14
Ein Tablett der Gastfreundschaft: Wenn dein Feind hungert, so speise ihn. Röm 12,20
Betende Hände; mit Herz auf die gerichtet, die zuschlagen: Bittet für die, die euch verfolgen/beleidigen: Matth.5,44

Abel liegt da in seinem Blut. Er war der erste Märtyrer. Nicht immer war das Blut der Märtyrer der Same der Kirche (Weizenähre)!!! Es gibt auch Gebiete der Erde, in welchen das Christentum ausradiert wurde!!! Aber dennoch spricht das Blut; schreit zu Gott. Gott hört es. Eingeschlossen allen Blutes der Märtyrer spricht das Blut Jesu.
“ Jesu Blut redet mächtiger, als das des Abel” Hebr. 12,24 Wie das Blut Jesu nicht vergeblich floss, so wird auch das Gute, dass wir dem Bösen entgegensetzen in Jesu Namen nicht vergeblich sein.

Ein gutes Jahr 2011 wünschen Ihnen Günter & Sylvia Naumann



Sie können obige Auslegung auch als Pdf-Datei ansehen bzw. herunterladen.


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