Postkarten zur Jahreslosung 2012 mit Auslegung

Jesus Christus spricht:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2.Korinther 12,9

Jahreslosung 2012

Zur Gestaltung von Sylvia Naumann auf Seide einige Impulse:

Gesamtbild: Durch Asphalt wächst eine Löwenzahnpflanze.

Ist Asphalt nicht viel härter, stärker? Asphalt, ein Gemisch aus Bithumen und Gesteinskörnungen- in 3 Schichten aufgetragen- ist chemisch ein sehr stabiles Material. Allein thermisch ist er verformbar. Dass eine kleine Pflanze ihn durchbricht, erscheint uns als Wunder. Tatsächlich üben z.B. Löwenzahnpflanzen einen enormen Druck aus. Er wird erzeugt über den osmotischen Druck, welcher Wasser und Nährstoffe vom Wurzel- bis zum Blattrand bringt. Wissenschaftler haben an Wurzelspitzen 13 bar gemessen. Im Vergleich dazu haben Autoreifen einen Druck von 2 bar. Da sich Asphalt bei warmen Temperaturen verformt, treiben Wurzeln in entstandene Freiräume und üben weiter Druck aus. Dauerhaft können weder Asphalt noch Stein dieser Lebenskraft widerstehen. Dieses Bild dient hier der Aussage Jesu: “Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.” Diese Kraft in der Löwenzahnwurzel entspricht bildhaft der Kraft des Kreuzes Jesu, das Tod und Teufel und alle widergöttlichen Mächte durchbricht. Es erscheint schwach, unscheinbar, hässlich, verborgen und ist doch die Wurzel des ewigen Lebens.

Weiterhin gilt dem gemeinen Löwenzahn wohl eher wenig Hochachtung, obwohl alle seine Bestandteile für Heilzwecke eingesetzt werden können. Er wird vielfach bekämpft, aber wirklich besiegt kann er nicht sein...Kraft seiner Wurzel und Samenschirmchen. So ist er ein wunderbares Bild für das Evangelium von Jesus Christus. Wird es doch in seiner Heilswirkung auch unterschätzt, erfährt Verachtung, Verfolgung und ist doch unbesiegbar gegenwärtig.

Kreuz in der Wurzel:

In die gelbbraune Wurzel ist ein Kreuz gemalt. Es entspricht dem Herz der Wurzel. Es erinnert an 1.Kor. 1,18 “ Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist´s eine Gotteskraft.” Im Keuz befinden sich verschiedene Personen. Im Längsbalken von unten nach oben: ein Narr um Christi willen, ein gebeugter Mensch, ein zum Gebet aufgerichteter Mensch, ein Baby. Im Querbalken ein elender, demenzkranker, seelisch kranker Mensch und ein Körperbehinderter.
Warum? Das Kreuz Jesu ist ein Zufluchtsort für alle (erlösungsbedürftigen) Menschen. Es gibt keinen, der es nicht nötig hätte. Am Kreuz ist durch Jesu Gehorsam (= Erniedrigung/schwach/ohne Macht werden)>>> Gottes Kraft uns zu retten vollendet.
der Narr um Christ willen > ganz unten: 1.Kor 4,10 Paulus zeichnet sich als Schwacher um Christi willen von den Starken in Christusab. Da gibt es eine Unterscheidung im Christenvolk. (? siehe auch Hebräer 11....die einen erleben Wunder...andere müssen durchs Leid, Verfolgung, Qual, Tod...erscheinen wie Narren und sind doch auch in ihrer Schwachheit Zeugen um Christi willen.)
Vielleicht gibt es Christen, die du belächelst...denen du dich überlegen fühlst...vielleicht sind sie naiv im Glauben...oder wirken schwächer...als du in deinem Christsein...Vielleicht bist du kein Christ und spottest über jene “Deppen”, die Jesus folgen ! Vorsicht! >>>Gott ist in ihnen mächtig!
der Gebeugte: er leidet ...vielleicht weil er schuldig wurde...vielleicht weil er Schmerzen hat...vielleicht weil er mehr schaffen will, als er kann...vielleicht, weil er angefochten ist. (Satans Engel schlägt ihn mit Fäusten 2. Kor12,7) Er ist/wird sich bewusst, daß er Christus nötig hat.
der sich zum Gebet aufrichtende: Das kann der Gebeugte sein, der sich zu Gott hin wendet...Vergebung empfängt...um Hilfe schreit...sich neu öffnet um Jesus zu gehören/gehorchen/aufzunehmen. Er ist im Mittelpunkt des Kreuzes. Das Gebet ist das Herzstück.
Das Baby scheinbar in den Händen des Beters: Er hält Gott kindliches Vertauen entgegen. Die Kinder, die Unmündigen sind vielfach von Jesus gepriesen. Gott verherrlicht sich durch sie. Psalm 8,3, Matth.11,25, Matth 21.15b , Matth 19,13ff
die Personen links und rechts im Querbalken: Sie stehen für schwache Menschen, die von Jesus getragen sind. Der Demenzkranke, der Gedanken und Persönlichkeit verliert...inwiefern kann er/sie wie lange glauben? Wozu solche Schwachheit? Wozu das Zerbrechen? Vielleicht gerade um die Erfahrung zu machen, dass es jenseits von Leistung und starkem Glauben Gnade gibt. Vielleicht zu lernen, dass Gottes JA nicht von Leistung und Glaubensstärke unsererseits abhängt. Ja, vielleicht sind jene Personen gegeben als Herausforderung für die (scheinbar)Starken. Vielleicht kommen sie an die Grenzen ihrer Liebe und Geduld und erkennen eigene Schwachheit? Christus ist gekommen für die Schwachen, Kranken, Sünder...nicht für die, die meinen sie bräuchten keinen Messias weil sie in sich selbst stark sind. Paulus weiß um die Kostbarkeit der Demut. Sie weist aufs Kreuz. Sie ist sich bewusst, Schwachheit hilft, bei/in Jesus zu bleiben. Was geschieht, verherrlicht dann Jesus Christus und nicht uns.

Es ist durchaus lebendig und kraftvoll, was Gott durch Paulus wirkte und was ER auch heute noch durch schwache Menschen wirkt. So wollen wir auf IHN sehen, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens. So wollen wir IHN-auch in unserer kleinen Kraft- gehören, gehorchen, verkünden, leben ... mit der gewissen Leichtigkeit des Löwenzahnsamens genauso wie mit der Geduldskraft der Wurzel verbunden.

Viele gute Erfahrungen mit der Kraft Gottes in den Grenzerfahrungen der Schwachheit wünschen für 2012 Günter und Sylvia Naumann


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