Postkarte (123 x 164) zur Jahreslosung 2020 mit Auslegung

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24

Postkarte Jahreslosung 2020

Aquarell von Sylvia Naumann
Beschreibung/Auslegungshilfe zum Bild

“Der Schrei” des norwegischen Malers Edvard Munch (Expressionist) hat mich beim Nachdenken über den Aufschrei des Vaters in Markus 9,24 inspiriert. Das Kunstwerk von Munch ist eines der teuersten (fast 120 Millionen Dollar) und bekanntesten Gemälde der Welt. Es zeigt eine höchst emotionale menschliche Figur. Matthias Arnold beschreibt diese als “geschlechtsloses, gespensterhaftes fötusartiges Menschenwesen” mit “Totenkopfgesicht”. Munch verarbeitete in dem Motiv eine eigene Angstattacke. Als Abendspaziergänger stand er unter einem von Perlmuttwolken verfärbten tiefroten Himmel und meinte, einen Schrei zu vernehmen, der durch die Natur ging. Der Schrei kommt demnach nicht aus dem Mund des dargestellten Menschen, sondern er hört ihn, ist entsetzt, bekommt Panik und hält sich die Ohren zu. Dennoch wirkt seine Angstattacke so, als schreit er selbst laut und existentiell. Für mich ist der Aufschrei des Vaters ein Spagat zwischen Panik und Hoffung, Verzweiflung und Zuversicht, Unglaube und Glaube. Der Vater in der Bibel schreit wirklich. Wie oft hat er seinen Sohn schon dem Tode entrissen, wie oft hat er umsonst gehofft und geglaubt. Auch als er für seinen besessenen Sohn die bevollmächtigten Jünger um Befreiung bat, brachte er ihn bereits “zu Jesus” >V.17 “ich brachte meinen Sohn zu dir”> Aber “sie konnten es nicht” (V.18), zeigt seine Entt%auml;uschung, vielleicht auch Angst und Panik überhaupt je aus der Situation herauszukommen. Jesus war (evtl.) der Letzte, dem er es zutraute >siehe auch V. 22 “wenn du (etwas/irgendetwas) kannst”.

Der Vater hört (bzw. verkörpert) in seiner ausweglosen Lage im Grunde den Schrei der gefallenen Schöpfung!!! >Unglaube gleicht in meiner Gestaltung dem Schrei von Munch. Er hält sich die Ohren zu. Er will oder kann es nicht mehr hören! Weder ein Wort von Gott, noch von Hoffnung, noch von Zuversicht auf einen guten Ausgang. Die Macht des Bösen löst das blanke Entsetzen aus...zumal Heilige nicht helfen können!!!
>Daneben steht der Glaube >, dieselbe Person, aber menschlicher, männlicher, vernünftiger. Hier hat sich der Vater die Hände zum besseren Verstehen hinter die Ohren gelegt. Er hält sie sich nicht zu, er hört hin, trotz seiner schlechten Erfahrungen. Er setzt sich der Allmacht Gottes aus. So reagiert Glaube. Er bleibt offen für Gott (Hiob 42,5), für Jesus, dennoch erwartungsvoll. Die Beiden; Unglaube (schwarzes Trauerkleid) und Glaube (blaue Farbe der Treue) geh&oum;;ren in die eine Gestalt. Es gibt eine Schnittmenge (in Leiden-/Leidenschaftsfarben: aubergine-lila). Da ist leidenschaftliches Ringen. Der Glaube ist stärker. Glaube ist Geschenk Gottes, Gabe von Glaubensinhalt, Gabe von Vertrauen und Gehorsam durch den Heiligen Geist. Glaube ist auch menschliche Entscheidung, Wille zum Glaubensgehorsam.
>Auf der Seite des Unglaubens sind zwei Personen aber nicht so teilnahmslos. Links steht der Heilige, ein Christ, der die Schultern hebt. Er kann nicht wirklich helfen. Dann ein Mann, der das Ganze nur im Suff ertragen kann. Auf den Dielen wälzt sich der Junge mit dem sprachlosen Geist, auf Särgen- oder großen Goldbarren liegt eine erstarrte, verzweifelte Frau. Das Todeskopfzeichen warnt vor tödlichem Ausgang. Eine Teufelsmaske grinst. Die Absichten des Teufels sind die Zerstörung des Menschen, Missbrauch menschlichen Vertrauens, Trennung des Menschen von Gott für ewig: Bild des Dilemmas, der Hilflosigkeit, der Hoffnungslosigkeit und des blanken Entsetzens.
>Auf der anderen Seite ist aus der Brücke von Munchs Gemälde ein Schiff geworden. Es kommt gute Bewegung. Ein großes Segel wird gehisst. Viele (5) Matrosen sind am Werk. Der Glaube ist nie allein. Die weltweite Gemeinde Jesu steht dazu: Ein Gebetsmensch (“Allein den Betern kann es noch gelingen”), eine Anbeterin mit erhobenen Händen, tatkräftige, zupackende Glaubensmenschen; Leute, die nicht nur fromme Worte machen, sondern die sich einsetzen in biblischem Glaubensgehorsam. Das Segel heißt DENNOCH. (Psalm 73,23ff.) Dennoch ist Gott der HERR und Christus der Messias und Erlöser. Das Segel wird am Holzkreuz gehisst. (1.Kor.1,18ff >v.30)
>Ein unsichtbares Fenster ist vorhanden um die Mitte des Kreuzes. Rechts oben ist darin das Bild eines Lautsprechers in Aktion, darüber der hebräische Schriftzug: JHWH Jahwe. > Gott spricht. Gott ist der Allmächtige. Darunter das Wort AMEN auf Hebräisch und Deutsch. Amen, Ja. So ist es. Glaubensinhalt ist gewiss, bewährt, verlässlich, unveränderlich (lt. Schlunz: Ende der Durchsage). Die Fahne am Kreuzesmast des Schiffes trägt die Aufschrift: Gottes Reich ist nahe; Krone; Jesus; Herz; Alpha und Omega, eine aufgeschlagene Bibel, darunter auf Hebräisch “Jeshua ha-Maschiach” (Jesus Christus Messias). >Eine Flagge zeigt den Herrschaftsbereich an, die Hoheit, den, in dessen Namen und Auftrag das Schiff fährt. Bei aller Meuterei (im privaten Leben, im Rahmen der Kirchen und der Welt) ist die Hoheit des Reiches Gottes nicht zu unterschätzen und unumstößlich. Dass ein Segelschiff in Fahrt kommt, ist vom Wind abhängig. Aber ohne gehisstes Segel kann der Wind nichts bewegen. Andererseits kann ein gehisstes Segel keinen Wind herbeizaubern. Wenn er nicht weht, kommt auch nichts in Bewegung. Wir sind abhängig von Gottes Geistwirken, aber unser Glaubensgehorsam, unsere Bereitschaft, für Gottes Reich einzutreten, ist immer gefragt. Also hissen wir das Segel und sind uns der Hoheit Jesu gewiss.
> der winkende Junge > Jesus befreite und heilte den Jungen (Mark.9,25ff). Für Jesus gibt es keine ausweglosen Fälle. Der Aufschrei der gefallenen Welt hat ihm alles abverlangt. ER ist und bleibt unser ERLÖSER. Auch wenn nicht geschieht, worum du ihn bittest: GLAUBE DENNOCH an Jesus Christus. Proklamiere das WORT GOTTES, stärke dich in deinem HERRN, in SEINER WAHRHEIT und erbitte Glauben von IHM. Sein Handeln geht über privaten Horizont hinaus. SEIN Reich, SEIN Volk, SEIN gerechtes Gericht.Wir leben in einer spannenden Zeit. Umso klarer darf sich unser Schrei in Zuversicht wandeln. AMEN, so ist es.



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