Postkarte zur Jahreslosung 2021 mit Auslegung

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Lukas 6, 36

Postkarte Jahreslosung 2021

Aquarell von Sylvia Naumann


Beschreibung/Auslegungshilfe zum Bild

Die Jahreslosung 2021 steht in einem überraschend ungewöhnlichen Kontext. Ich erwarte eher den barmherzigen Samariter oder die Liebe das Vaters zu seinen ungleichen Söhnen, als das Gebot Jesu, Feinde zu lieben und vom Verurteilen anderer Menschen Abstand zu nehmen. Die Barmherzigkeit, die sich zu hilfsbedürftigeren Menschen als wir selbst sind, herabneigt, liegt uns näher als die, die sich unserem bedrohlich höheren Gegenüber zuwendet; und auch eben dem, den wir verurteilen oder verachten um seiner schlimmen Haltung willen. >>Natürlich kann man auch die Frage bewegen, ob der Vers 36 dem vorherigen (Feindesliebe) oder dem nachfolgenden Abschnitt (Stellung zum Nächsten) zugeschlagen wird, was in den verschiedenen Bibeln auch wirklich unterschiedlich getan wird. Ich denke, unser Vers ist eher wie eine Achse, die beide Teile bewegt; für beide Teile überraschend, ungewöhnlich, typisch Jesus.<<
Ich hab mich mit meiner Gestaltung versucht, dem zu stellen. Die Herausforderung dieser ART von Barmherzigkeit besteht darin, dass wir die böse, sündige, widergöttliche Haltung der Feinde oder derer, die wir zu richten geneigt sind, nicht gut heißen und entschuldigen. Gott will sie zur Umkehr bewegen, zur Abkehr vom Bösen, zur Erlösung vom Sold der Sünde. Darum wird echte Barmherzigkeit dieses Gegenüber herausrufen, aber eben nicht von oben herab, sondern dienend und liebend. Es steht hier das griechische Wort „oiktirmos“ für barmherzig, das mehr den praktischen Vollzug, weniger das Gefühl betont. Ich erkenne Not, finde Worte dafür, greife hilfsbereit ein. Es muss mir nicht durch die Nieren gehen. Es ist (auch) Kopfsache. Woher fließt mir die Kraft zur Barmherzigkeit Menschen gegenüber zu, die mir fluchen oder in bösen Lebenshaltungen verharren? >> NUR aus der Barmherzigkeit des Vaters im Himmel.

Gestaltung:
>Querstreifen oben und unten: Gott lässt die Sonne aufgehen über Gute und Böse. Seinen Lebensodem haucht er in alle Menschen. Er gibt ihnen Sonne, Sterne, Himmel, Regen. Er versorgt sie mit Fundament, Erde, Quellwasser, Gewächsen und Schönheit (Blüten). Er gibt Fülle und reiches Maß an G&uumol;te auch den Menschen, die SEINE Schöpfungsarbeit verhöhnen. Alle sind in diesem Rahmen und das Licht Gottes ist jedem nahe. (gelber Grund)
>>Die Feinde oder Gott-losen sind in einen dunklen Schatten gehüllt. Sie umgeben sich selbst/sind umgeben mit der dunklen Aura. Sie sind mit Bleistift in Grautönen dargestellt. Ab und an ein Hauch Farbe oder Unterbrechung der Schatten erinnert: Gott hat sie geschaffen und Gutes in sie gelegt. Er erhält sie, obwohl sie ihn nicht erkennen, ihn ignorieren oder gegen ihn argumentieren und handeln. Sie lieben die Finsternis mehr als das Licht. Der Mann mit Speer, die spottende Frau, der Dieb, der Lehrer mit dem Schild: „ES IST KEIN GOTT! :EVOLUTION“, die schwangere Frau mit der Aufschrift: „Mein Bauch gehört mir“ und auf der anderen Seite der Sonne eine von der Barmherzigkeit ergriffene zusammengebrochene Frau; ein Behinderter im Rollstuhl, ein Stehender (Politiker, Theologe, Leiter, ...)
>>Die Sonne mit dem Auferstehungskreuz ( ist zentral dargestellt, im goldenen Schnitt, sehr wichtig): Sie gehört einerseits sinnbildhaft zur Barmherzigkeit des Vaters als Schöpfer, andererseits unbedingt zur Barmherzigkeit des Vaters als Erlöser. Er gab in Jesus Christus sein Kostbarstes (sich selbst), um Menschen aus der Finsternis und Sünde zu erkaufen, zu erlösen. Diese Erlösung ist gültig und autorisiert in der Auferstehung Christi (Auferstehungskreuz im Zentrum der Sonne). Sie leuchtet heller als die Sonne.
>>Die es annehmen, sind wie die Frau im Licht. Sie ist nicht mit Bleistift sondern mit Farbe gestaltet: d.h. sie empfängt vom Vater Barmherzigkeit in Fülle. Diese Lichtfülle erfüllt sie, vertreibt ihre dunklen Schatten. Ihr Kleid leuchtet rot. Aus dem ständig nachfließenden, voll gerüttelten Maß in ihrem Schoß gibt sie weiter. Sie lebt barmherzig, weil der Vater im Himmel ihr all seine Barmherzigkeit gibt. Der auferstandene Christus lebt in ihr und sie in IHM. Sie lebt aus Gottes Schöpfung und Erlösung. Sie handelt, wie im Kontext beschrieben, reicht Brot, ein Glas Wasser dem Feind, gibt den Mantel, hält das Wort Gottes hin, lässt los /gibt frei/ = vergibt (lässt die Taube fliegen), kümmert sich um das ungeborene und geborene Leben, erbarmt sich über die Zerbrochenen. ZUERST aber betet sie zugunsten der Menschen, segnet diese. >>2 Pflanzen: hinter der Frau stehen blühende Stockrosen. Das sind Pflanzen, die erst im 2. Jahr blühen. Auf dem Bild gibt es noch eine Stockrose ... (unter der Hand, welche die Taube fliegen lässt). Sie ist ein Sinnbild der Geduld und Hoffnung. Barmherziges Handeln sieht nicht sofort Erfolge blühen. Selbst wenn es keinen Erfolg gibt, bleibt es Tatsache: Gott hat keinen Gefallen am Tode des Gottlosen. Im Gegenteil; er freut sich vielmehr über dessen Bekehrung (= Umkehr) und will, dass er leben bleibt > ewiglich. (Hesekiel 18,23) Wir wünschen allen Betrachtern ein barmherziges Jahr 2021 mit dem Empfangen der Barmherzigkeit des Vaters und dem Geben aus SEINER Fülle, nach dem Motto: „Wie ER mir, so ich Dir.“ (Das Gericht überlassen wir Gott)

Shalom. Günter und Sylvia Naumann


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